Endspurt Wohnwagenreise Frankreich – Spanien

 

 

Endspurt Frankreich – Spanien

 

Dann war ich auch schon fast durch Frankreich durch – hinter mir 1550 Kilometer und vor mir nur noch 1200 bis Torrox. Spanien war schon fast greifbar- grad noch schlappe 80 Kilometer bis zur Grenze. Ich wäre am liebsten weitergefahren, aber ich wollte ja nicht leichtsinnig sein. Die Fahrt durch Frankreich lief recht gut. Bis auf kleinere Staus bei Lyon und Montpellier ging alles fließend. Schließlich war aber ja auch Freitag und da war ich von Deutschland ganz andere Staus gewohnt.

 

La Grange Neuve

Ich hatte mir den Campingplatz La Grange Neuve in Sigean, kurz hinter Narbonne, ausgeguckt. Es war ein richtig netter, kleiner Platz Campingplatz und kostete incl. Strom und WLAN 16.50 €. Die Autobahn war zwar in Hörweite, aber schließlich wollte ich ja auch nicht weit weg von dieser. Meinen Rotwein konnte ich dieses Mal auch ganz leicht öffnen – bekam ja von meiner Freundin in Sornay einen Korkenzieher geschenkt!

 

Endlich Spanien

Am Samstag morgen fuhr ich dann – endlich ohne lange Unterhosen *grins* – aus Frankreich los. Es war zwar recht viel Verkehr und die vielen Mautstellen nervten, aber ansonsten kam ich ganz gut durch. Ich hatte so 600 Kilometer Fahrt angepeilt. Ruckzuck war ich dann auch endlich wieder in meinem geliebten Spanien. Strahlend blauer Himmel und schneebedeckte Berge der Pyrenäen – es war traumhaft. Ich konnte mich gar nicht satt sehen. Hinter Barcelona dann fiel es mir ganz schön schwer, auf der Autobahn zu bleiben und nicht an die mir bekannten und unbekannten Orte an der Küste zu fahren. Aber ich wollte ja Sonntag in Torrox sein. Gegen 14.30 Uhr hatte ich gerade 400 Kilometer geschafft und war todmüde. Ein Espresso und eine kurze Pause halfen dagegen. Also beschloss ich, diesmal erst später einen Campingplatz zu suchen als üblich. Ich hatte so an die Gegend hinter Valencia gedacht.

Pyrenäen

Pyrenäen

 

Das Navi und ich – Zwei Welten?

Tja, ich fuhr ja schön mit dem Falk-Navi für Wohnmobile und Caravans und das Teil schickte mich dann doch tatsächlich mitten rein nach Valencia – warum auch immer. Ich machte dann jedenfalls eine nette Stadtrundfahrt im abendlichen Verkehr. Mir machen Städte ja normalerweise nichts aus, aber so mit dem Wohnwagen hintendran und teilweise 5 spurigen Kreisverkehren war es schon ein bisschen heftig. Außerdem waren es vielleicht weniger Kilometer als außen rum, aber die Zeit………. Es war jedenfalls dann schon fast 20 Uhr. Egal – gab ja genug Campingplätze an der Küste. Aber die muss man mit meinem komischen Navi auch erreichen. Ich hatte mir einen Platz Camping San Vicente in Xeraco ausgesucht. Als erstes wollte mich das Naviding links abbiegen lassen auf der N332, wo abbiegen verboten war. Also bin ich weitergefahren. Dann schickte es mich irgendwann wieder komplett zurück und ich bog dort ab, wo es das wollte. Ohjee……… erst stand ich vor einer gesperrten Bahnschranke, an Drehen war nicht zu denken, aber da war ja noch eine Straße, die das Navi gut fand. Und so fand ich mich dann inmitten irgendwelcher Plantagen wieder und fuhr und fuhr und fuhr……die Straße war dann auch mehr ein geteerter Weg Zwischen den Plantagenund bei jeder Kurve musste ich aufpassen, dass der Wohnwagen nicht in einen der tiefen Gräben neben der Straße rutschte. Naja, irgendwann kam ich dann auch wieder in bewohntere Gegenden und gegen 20.40 fand ich den gesuchten Campingplatz. Auf wahnsinnig kleiner Fläche mit vielen Bäumen standen dicht gedrängt so einige Wohnwagen und Wohnmobile. Ich hatte nicht die Absicht, meinen Wohnwagen da irgendwie per Hand zwischen zu bugsieren, also wieder ab ins Auto und neuen Platz suchen. Was das Navi dann in dem Ort wieder veranstalten wollte, erspare ich euch jetzt. Ich bin dann lieber meinem Gefühl gefolgt.

Normalerweise habe ich ja auch immer so richtige Karten wie früher dabei……. Aber diese Tour ist ja nun mal nicht normal.

Campingplatz L´Alqueria

Auf jeden Fall fand ich dann in Gandia den Campingplatz L´Alqueria. Eigentlich war der mit Ausnahme weniger Plätze rappelvoll und diese Plätze waren auch noch so eng, dass ich hätte abkoppeln und auch wieder bugsieren müsste. Aber die Damen an der Rezeption waren supernett: Ich durfte mich auf PKW-Parkplätze stellen und sie liehen mir sogar eine Kabeltrommel, weil ich nur ein relativ kurzes Kabel dabei hatte.

Um 22 Uhr saß ich dann endlich gemütlich – zwar ohne Wein, hatte ja alles schon zu, aber dafür mit einer leckeren Tasse Kaffee – im warmen Wohnwagen.

 

Endlich Endspurt

Am nächsten Morgen ging es dann auf zum Endspurt. Es lagen nur noch knappe 600 km vor mit.

 

NaviIch startete Richtung Autobahn und fuhr mal wieder nach Angaben meines Navi. Plötzlich fand ich mich auf der Autobahn Richtung Granada wieder. Erst dachte ich, ich wäre falsch. Aber ich fand dann heraus, dass das wirklich der kürzere Weg nach Torrox war. Und ich bereute es keine Minute. Es war einfach nur traumhaft. Die Strecke kann ich jedem nur empfehlen. Hohe Berge, Plantagen mit Mandelbäumen und eine traumhafte Autobahn, die fast leer war. Ich konnte kaum aufhören zu staunen. Das einzige Manko für mich war, dass es kaum Möglichkeiten zum Anhalten gab. Aber mit Zeit kann man ja auch mal von der Autobahn runterfahren.  Ich war allerdings auch froh, nicht mit meinem Wohnmobil dort gewesen zu sein. Es gab schon recht anständige Steigungen und ich wäre mit Sicherheit mindestens doppelt so lange unterwegs gewesen. Aber mit 150 PS und Tempomat liess es sich toll fahren. Ich kam aus dem Bewundern der Landschaft gar nicht mehr raus.Berge

Um das Ganze noch zu toppen, muss man dann nur noch – wie ich – die Autobahn von Granada nach Motril nehmen. Die Schönheit der Gegend trieb mir tatsächlich die Tränen in die Augen. Die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada links und rechts ein Stausee – wundervoll!

Dabei bin ich ja überhaupt kein Freund vom Autobahnfahren – aber wie gesagt, dieses Mal war ja eine Ausnahme und ich bereue es nicht.

DunstSchade war lediglich das Wetter – es war ziemlich diesig.

Als ich endlich bei Almuñécar das Mittelmeer erreichte, war es vor lauter Dunst nicht zu sehen. Aber ich war ja auch fast wieder „zuhause“ und da kann ich mir das Meer wieder jeden Tag anschauen.

 

Gegen 18 Uhr erreichte ich endlich Familie und Freunde in Torrox. Die Begrüßung war der Hit. Alle tanzten vor Freude vorm Auto rum und Oli dreht sogar ein Video.

Familie

Nun bin ich also wieder in meiner Wahlheimat für die nächsten 2 Monate oder so. Demnächst schreibe ich dann noch einen Bericht über die Kosten der Fahrt und mache eine Gegenüberstellung von Mautfrei nach Spanien und Autobahnfahrt mit Maut.

Jetzt bist Du dran: Hau in die Tasten und schreibe in die Kommentarfunktion. Fragen beantworte ich natürlich auch jederzeit gern.

6 Kommentare

  1. Wieder schön geschrieben, Ute, auch die Naviproblematik.
    Und jaaaaaaaa! Diese Autobahn sind wir auch gefahren, als wir im Herbst in den Süden kamen. Vor allem am Schluss die Abfahrt!
    Beim zweiten Mal, nach unserem Abstecher in die Alpujarras, haben wir die N323 daneben genommen. Noch einmal ein bisschen anders.

    Fein, dass du mit deinem Gespann heil bei deinen Lieben bist – obwohl, das wussten wir ja schon. 😉

    • Liebe Nelly,
      danke für Deinen lieben Kommentar. Ja, die Alpujarres habe ich auch direkt in mein nächstes Programm aufgenommen – sah so toll aus 😀 . Wünsche Euch alles Liebe und hoffentlich bis bald mal.
      Grüße aus Torrox
      Ute und Anhang 😉

  2. Liebe Ute, es macht Freude, Dich virtuell zu begleiten. Ich schau immer wieder mal gern hier rein.
    Liebe Grüße aus Torrox Birgit

  3. Ende gut Alles gut….BRAVO !! ein ganz schönens Wochenende wünsche ich dir und deinen Lieben. Gruessli vo de Rita

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