Herz kaputt

Herz kaputt

Gerade fühle ich mich als hätte man mir ein Stück aus meinem Herzen gerissen. Mein kleiner Pepe ist weg!

Herz-kaputt

Abschied-von-Pepe

 

 

Aber hier die ganze Geschichte:

Am letzten Samstag war ich mit Natascha und Timo – einem total lieben, coolen Pärchen (Dazu folgt auch noch demnächst ein Beitrag) auf dem Flohmarkt in Algarrobbo, um ein wenig Geld zu verdienen. Das klappte nicht so ganz, aber wir hatten viel Spaß.

flohmarkt-algarrobbo

Flohmarkt Algarrobbo

Irgendwann kam ein älterer Spanier mit einer Kiste voller Hundewelpen vorbei. Natürlich mussten die auf den Arm und gestreichelt werden. Ich setzte den, den ich geknuddelt hatte, dann wieder in die Kiste. Nur Timo bekam überhaupt nicht mit, dass der Mann wegging und war einfach nur mit dem Welpen beschäftigt. Tja, und dann war der Mann weg. Was nun? Natascha und Timo leben mit ihrem Hund Malin in einem VW-Bus und Malin mag keine anderen Hunde.

timo-und-pepe

Timo und Pepe

Also nahm ich mich des Kleinen, den wir Pepe tauften, an. Wir fuhren direkt zum Tierarzt nach Torrox, da wir ja nicht einmal wussten, ob Pepe schon richtig fressen konnte, weil er uns noch so fürchterlich jung erschien. Lt. Tierarzt war er 3 bis 4 Wochen alt und könne aber schon eingeweichtes Welpenfutter fressen. Wir besorgten alles und starteten dann bei Facebook einen Aufruf um liebevolle Hundeeltern zu finden.

Ganz schnell meldeten sich auch einige, aber meine Favoritin war Tanja, die ich im letzten Jahr in Denia persönlich kennengelernt hatte. Inzwischen lebt sie an der spanisch-französischen Grenze und das lag ja direkt auf dem Weg, den Natascha und Timo in den nächsten Tagen fahren wollten.

Pepe ist ein kleiner Wunderhund – mit knapp einem Monat bereits stubenrein. Jedes Mal, wenn er musste, quiekte er und erledigte erst draußen seine Geschäfte. Das hieß nachts allerdings auch, dass ich nicht wirklich viel Schlaf bekam, weil er sich ungefähr – halt wie ein Baby – alle 1,5 bis 2 Stunden meldete.

Tja, und ich liebte ihn natürlich jeden Moment mehr. Oft war ich drauf und dran, ihn zu behalten. Lene kam auch toll mit dem Kleinen aus und spielte oft mit ihm. Ich hatte zwar immer Angst, dass sie ihn kaputt macht, aber er fand es toll. Schau Dir einfach mal folgendes Video an, wenn Du magst.

Pepe

Gestern abend war dann unser aller Abschiedsabend, weil Natascha und Timo Richtung Deutschland starten wollten. Abends war ich mir dann fast sicher, dass ich alles absage und Pepe behalte. Ich kämpfte den ganzen Abend und die halbe Nacht mit meinem Verstand und meinem Gefühl. Aber ich habe ja auch meine Lene, die ja selber noch ein junger Hund ist und viel Zeit und Geduld braucht. Wäre es da richtig, noch einen so kleinen Hund dazuzunehmen, der noch viel mehr Aufmerksamkeit braucht? Ich war hin- und hergerissen. Hätten wir niemanden für Pepe gefunden, wäre es sowieso keine Frage gewesen. Ich war hier im DogRescueCenter in Torrox und habe die vielen armen Hunde dort gesehen. Aber ich denke, Tanja ist wirklich eine Liebe und ich habe sie auch ausgefragt, ob sie sich sicher ist, ob sie Hundeerfahrung hat und, und, und. Ich hoffe, meine Entscheidung war richtig.

Heute morgen dann habe ich trotzdem Rotz und Wasser geheult und immer noch höre ich Pepe quieken, weil er muss oder einfach auf den Arm will. Die Tränen rollen immer wieder. Aber da muss ich durch. Jedenfalls habe ich momentan wirklich das Gefühl, dass mein Herz kaputt ist, weil einfach ein Stück davon auf dem Weg Richtung Frankreich ist.

 

 

13 Kommentare

  1. Ich hoffe, der kleine kommt gut an und wird sein neues liebevolles heim bei tanja vorfinden und für dich war es schon die richtige entscheidung, denke ich!
    Ach, übrigens, wenn ich ca. 20.11. Mich auf den weg in den süden mache, könnte ich ja vielleicht die 2 kurz besuchen, wenn es auf meiner strecke liegt… 🤓

  2. Uti, Du Zauberherz, Pepe ist jetzt mit uns in Valencia und Malin , die alte Zicke, spielt mit ihm. Wunder gibt es immer wieder und wir haben ein kleines Wunder vollbracht und geben der kleinen Hundemaus ein zu Hause und ein Leben weit weg von Dagshelter oder schlimmeren Dingen. Wir haben Dich lieb.

    • Ich euch auch..war übrigens eine gute Idee von mir, noch eine Nacht auf dem CP zu verbringen. Habe den ganzen Tag Blogartikel geschrieben und vorbereitet und mich dadurch so gut abgelenkt, dass ich nur noch ganz wenig geheult habe ;-). Tanja freut sich schon auf Pepe. Tausend Küsse und Umarmungen an Dich, Timo, Malin und natürlich meinen Pepe. Hab euch auch lieb!

  3. wilfried hillmer

    na -da ist ja wieder allerlei bei dir los – wir sehen uns bald !!!

  4. Liebe Ute,
    ich denke, dein kleines Hundebaby kommt in gute Hände. Es lebt, ist gesund und es wird es gut haben.
    Sicher wirst du es auch irgendwann mal besuchen und dich davon selbst überzeugen.
    Liebe Grüße
    Geli

    • Liebe Geli,
      schön, von Dir zu lesen. Ja, ich weiß ja, dass es so besser war – aber war halt doch schmerzhaft. Er ist aber gut bei seiner neuen Familie angekommen und ich wünsche, dass sie viele Jahre Freude aneinander haben. Besuchen werde ich ihn ganz sicher mal.
      Ganz liebe Grüße
      Ute

  5. Ich kann Dich so gut verstehen! Als meine Freundin eine kleine Hündin aus Polen adoptiert hat, stellte sich kurze Zeit später heraus, dass sie trächtig war. Zwei kleine Welpen brachte sie lebend zur Welt und ich lernte die beiden schon ein paar Tage nach der Geburt kennen. Für den einen waren schnell Adoptiv-Eltern gefunden, bei dem anderen dauerte es länger. Ich war oft bei meiner Freundin und der kleine Hund war auch oft bei mir – er betrachtete mich auch als sein Frauchen. Ich habe sehr mit mir gerungen, ob ich ihn behalten soll, weil ich ihn wahnsinnig lieb hatte. Aber mein Leben eignet sich einfach nicht zur Hundehaltung – ich reise gern und gelegentlich auch mit dem Flugzeug, ich gehe oft in Museen, Parks und Zoos, wo Hunde verboten sind und mein Mann findet Spaziergänge doof, ich hätte mich also ganz allein um den Kleinen kümmern müssen. Schließlich hat meine Freundin ein tolles Zuhause für ihn gefunden – wir haben ihn dort auch besucht, und er hätte es besser nicht treffen können. Trotzdem habe ich noch jetzt, während ich das schreibe, Tränen in den Augen. Damals habe ich wirklich viel geweint, weil ich ihn eigentlich so gern behalten hätte und so vermisst habe, seine kleinen Krallen klack-klack-klack auf dem Fußboden zu hören, wenn er hinter mir her lief, weil er immer genau wissen musste, was ich gerade machte. Ich wünsche Deinem kleinen Pepe alles Gute und bestimmt hat er ein so schönes neues Zuhause wie mein Kleiner! (Übrigens haben gerade Nachbarn einen kleinen Pepe aus Spanien „importiert“ – dem geht es auch ganz hervorragend!)

    • Hallo Petra,
      danke für deinen lieben Kommentar. Ja, „meinem“ Pepe scheint es bei seiner neuen Familie sehr gut zu gehen – habe schon ein paar Bilder bekommen. Ich denke, es war die richtige Entscheidung.
      Liebe Grüße
      Ute

  6. Pingback: Mein Heimweg - und wieder tolle Leute kennengelernt! -

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.