Ich kenne Leute, die sind so alt wie ich – aber erwachsen!


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Schon lustig: ich las dieses Zitat bei Facebook und klickte sofort „gefällt mir“ . Einer meiner häufigen Aussagen ist, dass ich sowieso nie erwachsen werde. Aber ist das nun etwas Schlimmes – Erwachsensein?

 

Erwachsen – alt – konservativ – festgefahren – langweilig. Das sind meine Gedanken……..

 

Aber ich fühle mich doch noch gar nicht alt. „Alt“ ist wohl sowieso ein Begriff, den jeder anders definiert. Mit 20 war für mich alles über 40 alt, mit 30 über 60 und heute, wo ich selbst fast 60 bin, kommt mir „alt“ erst so ab 75 in den Sinn.

 

Wie ist es bei Dir? Bist Du alt? Fühlst Du Dich alt?

 

Aber ich komme vom Thema ab. Erwachsen und alt ist ja lange nicht das Gleiche! Wann ist man denn nun erwachsen?

Der Trick

 

 

 

Wikipedia sagt : Als erwachsen werden Menschen nach Abschluss der Adoleszenz bezeichnet.

Der Spiegel meint: Erwachsen erst mit 25 statt mit 18 Jahren

Und der Stern redet gar vom Jugendwahn bis ins hohe Alter – erwachsen will niemand mehr sein

Da wird dann allerdings die Meinung geäußert, dass wir endlich zum Erwachsenensein stehen sollen. Womit wir wieder bei der Definition „erwachsen“ wären.

Der Duden sagt hier: erwachsen = dem Jugendalter entwachsen, volljährig. Soweit – so gut! Hilft uns auch nicht weiter.

Aber Synonyme dafür: ausgewachsen, groß, mündig, reif, selbstständig, vernünftig, voll entwickelt. 

Bei dem Wort „vernünftig“ stellen sich mir alle Nackenhaare hoch. Das ist – für mich – das böse Wort, das ich schon mein Leben lang hören muss …….Sei vernünftig!!! ……aber will ich das? NEIN! Ich will nicht vernünftig sein, sondern einfach nach meinem Bauchgefühl leben. Ich hätte die schönsten Dinge im Leben verpasst, wäre ich immer vernünftig gewesen.

Die schönste Definition, die ich übers Erwachsenenwerden gefunden habe und so auch wunderbar übernehmen kann, ist:

Erwachsensein ist einfach ein Reifeprozess; ein Reifeprozess bedeutet aber nicht, dass Du Deine eigenen Überzeugungen über Bord werfen muss, nur weil sie falsch in den Augen der Allgemeinheit sind!

Ein schönes Zitat dazu:

Erwachsen werden heißt nicht, aufhören

Aber:

Arthur Schopenhauer sagte einmal:

„Wer nicht zeitlebens ein großes Kind bleibt, sondern ein ernsthafter, nüchterner, durchweg gesetzter Mensch wird, kann ein sehr nützlicher und tüchtiger Bürger dieser Welt sein, doch nimmermehr ein Genie.“

und Erich Kästner meint dazu:

„Die meisten Menschen legen ihre Kindheit ab wie einen alten Hut. Sie vergessen sie wie eine Telefonnummer, die nicht mehr gilt.Früher waren sie Kinder, dann wurden sie Erwachsene, aber was sind sie nun? Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch!“

 

Fazit: Lasst uns alle große Kinder bleiben! Und das mit der nötigen Reife gepaart, ist doch einfach perfekt………. oder was meinst Du dazu?

Bitte schreibe mir Deine Meinung in den Kommentar oder eine Email an ute@livingmydreams.de . Am Besten trägst Du Dich auch für meinen Newsletter ein, damit Du immer weißt, was es Neues bei mir gibt.

4 Kommentare

  1. Erwachsen sein – für mich hat das was mit Verantwortung zu tun. Der Moment an dem man beginnt Verantwortung für sich selbst und seine Handlungen zu übernehmen – und damit ist man durchaus nicht spießig ☺Für die Fortgeschrittenen kommt als nächster Schritt dann die Verantwortung für ihre Kinder. … und das ist schon mal ne Hausnummer 😮! ! Komisch-an alt oder vernünftig musste ich bei dem Wort „erwachsen “ nie denken

    • Hi Dörte,
      Du hast natürlich recht. Bei mir war das aber immer irgendwie so verankert – bestimmt auch so ein Kindheitstrauma *grins*. Wie schön, dass man da immer alles drauf schieben kann. Alles nicht meine Schuld! – Nein, Quatsch, ich friemel das so nach und nach auf – selber ;-).
      Liebe Grüße
      Ute

  2. Hallo Ute
    Du hast einen „pfiffigen“ Schreibstil.
    Nein, erwachsen im üblichen Sinn bin ich nicht und möchte ich auch nicht sein.
    Das größte Kompliment das mir jemand machen kann ist, „du bist auch nicht normal“.
    Ich hab noch viele Träume, Verrücktheiten und versponnenes im Kopf.
    Das macht es auch teilweise schwierig dass ich mich selber auf dem Boden halte.
    Dabei hätte ich viele Gründe nicht happy zu sein. Bin ich auch nicht immer ….
    Ich habe eine böse Trennung vor 6 Jahren hinter mir von meinem Ehepartner mit dem ich 35 Jahre verheiratet war. Nun lebe ich alleine, zufrieden, teilweise ein bisschen einsam. Doch das war ich auch während meiner Ehe. Nun weiß ich wenigstens dass ich alleine bin.
    Doch was mich wirklich glücklich macht, ich bin gesund und hab mir meine Unbeschwertheit und Verrücktheit bewahrt.
    Ich reise, ich bewege mich, innen und außen.
    Hab keine Wehwehchen, oder lass sie nicht zu.
    Was wirklich ein „Problem“ ist…. wo sind die Frauen die positiv, trotz Tiefschlägen, durchs hohe Alter; 50 plus ! 😫, gehen ?

    Einen lieben, Jugendlichen Gruß an alle zufriedenen 50plus Girls.
    Jeannette

    • Hallo Jeanette,
      vielen, lieben Dank für Deine ausführliche Antwort. Habe mich riesig gefreut, so eine Resonanz zu bekommen. Würde mich freuen, mehr von Dir zu erfahren, vielleicht schreibst Du mir einfach mal eine Email?
      Deine letzte Frage fand ich besonders interessant – ist eines der Themen, die noch auf meiner Liste stehen. Auch ich finde es nämlich eher schwer, in unserem Alter neue Freunde zu finden. Melde Dich doch für meinen Newsletter an, damit Du auf dem „Laufenden“ bleibst.
      Ganz liebe Grüße
      Ute

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