Raus aus der EU – Montenegro und Albanien

Montenegro – diesmal nur Transitland

Von Kroatien fuhren wir dann über einen kleinen Grenzübergang nach Montenegro. Wir waren das einzige Auto und es war total unkompliziert; nicht einmal den „Grünen bzw. inzwischen weiße Versicherungsnachweis“ wollten die Beamten sehen. Die Ausweise der Hunde interessierten schon gar nicht.

Die Bucht von Kotor

Wir wollten ja nicht lange in Montenegro bleiben, da wir in Albanien einen Termin zur Fertigstellung von Heinz hatten. Aber so ganz links liegen lassen darf man so ein wunderschönes Land natürlich auch nicht.

Also entschlossen wir uns, um die Bucht von Kotor zu fahren statt den kurzen Weg mit der Fähre zu nehmen. Und wir wurden nicht enttäuscht, denn es ist traumhaft. Wir hielten bei jeder Gelegenheit an um einfach nur zu schauen. OK, ein paar Fotos mussten natürlich auch sein.

Bucht von Kotor
Traumhaft
Blick auf Perast
Glasklares Wasser

Sveti Dorde

Unweigerlich fällt der Blick auf Sveti Dorde – eine kleine Insel in der Bucht von Kotor mit einer Kirche drauf.

Sveti Đorđe (deutsch: Heiliger Georg) ist eine (natürliche) Insel in der Bucht von Kotor in Montenegro. Sie ist eine der zwei Inseln an der Küste vor Perast, die andere ist die künstlich aufgeschüttete Insel Gospa od Škrpjela. Auf dieser Insel steht unter anderem ein aus dem 12. Jahrhundert stammendes Benediktinerkloster und ein Friedhof für den Adel aus Perast und den übrigen an der Bucht liegenden Gemeinden.

Es gibt Spekulationen, dass die Insel als Vorbild für Arnold Böcklins Gemälde Die Toteninsel diente.

Wikipedia
Blick über die Bucht nach Sveti Dorde
Sveti Dorde – Kirche des heiligen Geort

Kotor

Kotor ist eine befestigte Stadt an der Adriaküste Montenegros. Sie liegt in einer Bucht in der Nähe des Gebirgsmassivs Lovćen und seiner Kalksteinklippen. Die mittelalterliche Altstadt zeichnet sich durch ihre verwinkelten Straßen und Plätze aus und beherbergt mehrere romanische Kirchen, wie etwa die Sankt-Tryphon-Kathedrale. In der Altstadt befindet sich auch das Schifffahrtsmuseum, das die Seefahrtsgeschichte der Stadt erzählt. Auf Sveti Đorđe, einer von 2 winzigen Inseln vor der antiken Stadt Perast, steht eine jahrhundertealte Kirche.

Google

Das war mal eine Stadt, die wir uns sehr gerne näher angeschaut hätten. Aber dort wimmelte es von Menschen, Autos und Bussen, sodass wir überhaupt keine Chance hatten, dort einen Parkplatz zu ergattern.

Schade, aber es gibt ja hoffentlich noch ein nächstes Mal.

Kotor (Bild v. Kate Holovacheva)

Camping Utjeha

Wieder an der Küste fanden wir dann einen netten Campingplatz direkt an einer Bucht. Der Platz war toll gepflegt, die Sanitäranlagen waren mehr als sauber und ein kleiner Supermarkt war auch nur 50 Meter entfernt.

„Kleine Geschichte zum Schmunzeln“ : Obwohl 50 Meter ja nicht wirklich weit sind, ging es allerdings die 50 Meter steil bergauf und wir waren fix und alle, als wir dort ankamen. Das sagt leider auch ein bisschen über unsere Kondition aus 😉 .

Camping Utjeha
Unser Platz
Bucht von Utjeha
Der Strand vorm Campingplatz
Liebevoll dekoriert

Von dort waren es dann nur noch wenige Kilometer und wir waren an der

Grenze zu Albanien

Hier dauerte es dann schon etwas länger. Ca 10 Autos waren vor uns. Eine ganze Zeit tat sich gar nichts. Auf der gegenüberliegenden Seite wurden einige Autos echt gefilzt und das sogar teilweise mit Hunden.

Plötzlich kam eine Zöllnerin und sammelte alle Ausweise und Fahrzeugpapiere von uns und den vor uns wartenden Fahrzeugen ein. Erst dauerte es noch ein wenig, aber dann ging es relativ schnell weiter. Wir bekamen unsere Papiere zurück und schon waren wir in Albanien.

An der Grenze hielten wir uns nicht lange auf, sondern fuhren direkt weiter.

Da wir endlich Fenster in Heinz haben wollten, beschlossen wir, direkt nach Elbasan zum Camping Fridolin durchzufahren. Es waren ja auch „nur“ knappe 160 Kilometer. Was in Deutschland wohl knapp 3 Stunden gedauert hätte, sah in Albanien natürlich etwas anders aus. Bis Tirana waren die Straßen auch gar nicht mal so schlecht, aber in

Tirana

Tirana

gab es mehr Schlaglöcher als Straßen. Überhaupt muss man sich an die Fahrweise der Albaner erst einmal gewöhnen. In Tirana selbst war es nicht nur rappelvoll – ok, es war Freitag Nachmittag – , sondern es gibt anscheinend auch nicht wirklich Verkehrsregeln. Auf 2spurigen Straßen fuhren auch schon mal 3 Autos nebeneinander, Vorfahrt hat der Schnellere und wenn man fährt, wie man es gewohnt ist, kommt man gar nicht weiter. Nach ein wenig Eingewöhnungszeit habe ich mich dann einfach den Einheimischen angepasst und siehe da, es klappte recht gut.

Als wir dann endlich durch Tirana durch waren, war ich aber doch ziemlich froh. Dann war es auch gar nicht mehr so weit und wir waren beim

Camping Fridolin in Elbasan

Durch einen Tipp wurden wir auf Alvin vom Camping Fridolin aufmerksam. Wir suchten jemanden für den Einbau der Standheizung, Fenster und Dachluke.

Wir fühlten uns dort echt wohl. Jeder kann sich auf der großen Wiese hinstellen, wo er möchte. Es gibt ein Bad mit Toiletten, Dusche, Waschmaschine sowie einen Aufenthaltsraum mit Küche, Sitzecke und Fernseher. Außerdem steht ein Kühlschrank mit Getränken bereit, wo sich jeder für einen Euro pro Getränk bedienen kann. Der Stellplatz kostet € 10 pro Tag incl. Strom, gibt also nix zu meckern.

Ohne wegfahren zu müssen, wurden dann sämtliche Arbeiten vor Ort erledigt. Ein Elektriker baute die Standheizung und den Ladebooster ein und das wirklich super. Naja, mit den Arbeiten des Tischlers waren wir nicht so zufrieden, aber wenigstens haben wir jetzt ein Fenster und eine Dachluke sowie eine Deckenverkleidung drin. Alvin und sein Gehilfe selber leisteten dann noch eine sehr gute Arbeit mit Ölwechsel, Rostentfernung vom Dach und Unterbodenschutz ebenfalls incl. Rostentfernung. Alles in allem zu einem super Preis-Leistungsverhältnis.

Auch für unsere Hunde war es toll dort. Da beide doch ein bisschen Jagdtrieb haben, mussten sie tagsüber zwar an die lange Leine, damit die Hühner und Enten ihre Ruhe hatten, aber sobald die am frühen Abend im Stall waren, durften unsere Beiden toben, wie sie wollten.

Bilder sagen mehr als Worte

Angekommen
Essen muss sein und da direkt neben dem Platz ein Restaurant war, ließen wir es uns dort gutgehen
Zwei müde Gesellen
Lene ignoriert die Enten und Hühner tatsächlich – es sei denn, die wagen es dichter als 2 Meter ranzukommen.
Jetzt kann es kalt werden
Die Dachluke ist drin
und das Fenster in der Schiebetür auch
Heinz als Erster auf der neuen Grube
Das Dach wird entrostet
Ein paar Stunden können wir es auch im Pavillon aushalten
Bienen hautnah – dafür kann man auch direkt vor Ort den Honig kaufen
Gewusel
Ententeich
Hühnerfütterung – immer wieder schön anzuschauen
Wir haben ja Zeit und basteln uns schnell noch einen Schrank.
Halbfertig
Und ein paar Regale können auch nicht schaden.

Nach 11 Tagen ging es dann für uns weiter Richtung Griechenland – doch davon demnächst mehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.