Endlich wieder „on the road“

Endlich wieder „on the road“   2015-05-07 17.27.37

 

Der erste Mittelaltermarkt-Termin in diesem Jahr sollte für mich im Wild- und Freizeitpark Westerwald sein.

Um 14 Uhr startete ich – 400 Kilometer vor mir. Nach wenigen Minuten erzählte mir mein Navi-Stauwarner: 154 Minuten Wartezeit auf der Strecke und es gibt keinen schnelleren Weg. OK, ich sehe Staus meist ziemlich gelassen entgegen. Im Wohnmobil sind sie wesentlich leichter zu ertragen als im PKW – hab ja meinen Haushalt bei mir, also wenn es zu schlimm wird, wird der nächste Parkplatz angesteuert, Kaffee gekocht, Pause gemacht.

Dann wurde also der 1. Stau angezeigt und gleichzeitig eine schnellere Strecke empfohlen, die 9 Minuten schneller sei – aber 10 Kilometer länger! Nee, liebes Navi – ich fahre ein langsames Wohnmobil und keinen PKW. Also egal und auf den Stau zu, noch 3 km, noch 2 km, 1,5 km, 500 Meter – und dann nicht der Hauch eines Staus. 40 Kilometer weiter dann das gleiche Spielchen, war echt lustig.

Ganz erspart blieben mir Staus dann aber doch nicht. Am Westhovener Kreuz stand ich dann plötzlich in einem, den mir mein Navi aber nicht angezeigt hatte – soweit zur Technik!

Auf der A 45 wurde Eddy dann mal wieder zum Verkehrshindernis. Er tut sich halt ein bisschen schwer, wenn es hügelig ist, mit seinen 75 PS und dem schweren Anhänger dahinter. Aber das war erst der Anfang. Ich fuhr einfach nach dem vom Navi ausgesuchten Weg – und der führte dann ab Haiger-Burbach 58 Kilometer quer durch den Westerwald. Wir brauchten dafür fast 3 Stunden – Österreich ist harmlos dagegen! Knapp 3 Kilometer vorm Ziel war die Straße dann plötzlich für Fahrzeuge über 3 Tonnen gesperrt. Es dämmerte bereits und ich war müde. Also Augen zu und durch. Bisschen Schiss hatte ich schon, dass uns evtl. mehr Steigung erwartet als wir packen ; aber alles gut und es kam uns gottseidank kein Fahrzeug entgegen.

Endlich waren wir in Gackenbach – ich fand zwar ein Schild zum Wildpark, aber da waren nur ein paar Teerstraßen und keine Ahnung, welche hinführte. Also war Platz zum Schlafen suchen angesagt. Überall war es so schräg, dass ich wohl aus dem Alkoven fallen würde. Der einzige Parkplatz, der einigermaßen gerade war, war vorm Friedhof. Egal, dort ist es wenigstens ruhig.

Wollte direkt den Bericht online stellen, aber es gab weder Telefon noch Internetverbindung. War dann aber wirklich ziemlich gespannt, was uns für den Markt erwartete – wo sollten in dieser Wildnis denn Besucher herkommen?

 

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