Es geht los – Überwintern mit dem Minicamper

Start mit Hindernissen

Am Sonntagabend, den 17.10 hatte ich dann Wum ( Wer es noch nicht mitbekommen hat, so heißt mein als Minicamper ausgebauter Renault Trafic)  fertig gepackt. Wir hatten dann noch einen schönen Fernsehabend mit „Outlander“. Ich habe schon die Bücher verschlungen und es nun endlich geschafft, einen Teil der ersten Staffel zu schauen, aber unterwegs habe ich kein Fernsehen und so war es die letzte Folge für eine lange Zeit. Montagmorgen frühstückten wir noch gemütlich und dann fuhr mein Mann für mich tanken und Luft prüfen, damit ich in Ruhe losfahren konnte. Dann saß ich wie auf heißen Kohlen, weil er einfach nicht zurückkam. Als er endlich auftauchte, war der Grund seiner Verspätung nicht so pralle. Auf Wums Armaturenbrett leuchteten etliche Lämpchen, die eigentlich nicht leuchten sollten.

Die Werkstatt las die Fehlermeldung zwar aus, aber hatte keine Zeit, sich um die Reparatur zu bemühen. Nach etlichen Telefonaten mit befreundeten Kfz-lern entschieden wir dann, dass es nichts Schlimmes sei und ich trotzdem fahren würde.

Also starteten wir („wir“, das sind Gina, Pepe und ich) dann statt um 10 um 12,30 Uhr ins neue Abenteuer.

Gegen 18 Uhr hatte ich dann meine ersten 350 Kilometer geschafft und machte Rast auf dem

Stellplatz Blankenheim in der Eifel

Der Stellplatz gefiel mir sehr gut. Man kann direkt an der Ahr in einem Wald spazieren gehen; also wunderbar für Hunderunden. Der Platz liegt fußläufig zur Altstadt, einem kleinen See und unterhalb der bereits 1115 erbauten Burg Blankenheim. Außerdem liegt in Blankenheim die Quelle der Ahr und zwar entspringt in den Kellergewölben eines Fachwerkhauses aus dem Jahre 1726 mitten im Ortskern von Blankenheim auf 474 Metern Höhe die Ahr. Leider war das Wetter sehr kalt und regnerisch, so verbrachte ich nur eine Nacht dort. Beim nächsten Mal nehme ich mir auf jeden Fall mehr Zeit für den Ort.

Der Preis für den Stellplatz beträgt € 8,00 (zahlbar am Automaten) sowie für jeweils 6 Stunden Strom € 1,00  (direkt an der Säule).

Stellplatz Blankenheim
Blick zur Burg
Abendausklang

Billig tanken in Luxemburg

Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Luxemburg. Die Strecke dorthin über die B 51 erinnerte mich an meine LKW-Zeit; ich weiß gar nicht, wie oft ich die Strecke mit 40-Tonner über Luxemburg nach Frankreich und Spanien gefahren bin – lang, lang, ists her 😉 .

Der Diesel war zwar nicht so billig wie gedacht, aber immerhin um einiges günstiger als in Deutschland. Also, Tank gefüllt, bisschen günstigen Kaffee gekauft und schon ging es weiter. Das Essen an der Raststätte hätte ich mir zwar eh geschenkt, aber bei den Preisen – finde ich – vergeht der Hunger von allein.

Nächster Halt – Frankreich

Beim Start morgens in Blankenheim verschwand die Welt noch im Nebel; in Luxemburg waren nur noch die Baumwipfel im Nebel verschwunden und als ich Frankreich erreichte, lachte endlich die Sonne am Himmel. So machte das Fahren doch gleich nochmal soviel Spaß. Da ich zu meinem ersten „Stellplatz gegen Hand“ erst am Freitag erwartet wurde, entschied ich, in Epinal einen Tag Pause einzulegen und so erreichte ich um 15 Uhr nach ca. 340 Kilometern von Blankenheim den

Stellplatz „Aire CAMPING-CAR PARK d’Epinal“

Auf dem für 50 Wohnmobile ausgelegtem Platz standen lediglich zwei französische Wohnmobile und ich fand einen schönen Platz. Der Platz kostete € 11,17 pro Tag incl. allem. Epinal liegt in den Vogesen und soll eine sehr hübsche Stadt sein. Mir war aber nicht nach Besichtigungen und so genossen meine Hunde und ich für 2 Tage einfach die Ruhe und einige lange Spaziergänge.

Eine kleine Geschichte zum Schluss

Ich liebe Irland und wer Irland liebt, mag Kleeblätter – das irische Nationalsymbol. Aber nicht nur deshalb: ich finde vierblättrige Kleeblätter wunderschön und sehe sie eben auch als Glückssymbol. Ich habe aber bisher in meinem ganzen Leben erst ein einziges gefunden. Ich kenne aber Menschen, die gehen los und finden eine ganze Handvoll………ich habe es nie verstanden.

Und nun stehe ich also auf diesem Wohnmobilstellplatz in Epinal und direkt neben Wum sehe ich Kleeblätter und denke mir so: Warum finde ich eigentlich nie ein vierblättriges Kleeblatt? Und während ich so schaue, fällt plötzlich mein Blick auf ein …..NEIN……kein vierblättriges Kleeblatt, sondern auf etwas, was ich zum ersten Mal im Leben sehe, nämlich auf ein

Na, erkennt ihr es? Ein fünfblättriges Kleeblatt……………………..ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind. Wenn das kein Glück bringt, dann weiß ich auch nicht.

So, für heute reicht dann erstmal der Rückblick auf meine ersten 5 Tage meiner langen Überwinterungsreise. Im nächsten Blogbeitrag folgt dann mein Bericht über meinen Stellplatz gegen Hand mit einem tollen Angebot für alternatives Wohnen.

5 Kommentare

  1. Ganz toll. Ja, die Ahr, schön, aber dennoch gefährlich. Ich als gebürtige Ahrweilerin weiß wovon ich rede. Habe schließlich auch lange genug dort gelebt. Ja, die Zeit vergeht. Bin nun auch Camperin und werde die letzten Vorbereitungen machen und dann geht es auch los.. allzeit gute Fahrt 🥰

  2. …..da les ich gern weiter …
    Ich fahr auch einen Renault Trafic – und der zeigt das Symbol auf dem Armaturenbrett auch öfter – meist, wenn es kalt und feucht ist …geht wieder weg! Und verlassen hat er mich 250 tsd km lang noch nie!!!
    Lg Marianne

    • Hallo Marianne,
      das macht mir Mut 😀 . Obwohl ich jetzt schon 3000 Kilometer gefahren bin und die Zeichen leuchten immer noch ;-). Aber egal…….er läuft wunderbar.
      Ganz liebe Grüße
      Ute

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