Weiter durch die Walachei

SachsenhagenBadSchandauWeiter durch die Walachei

Von Sachsenhagen aus bin ich dann quer durch die Walachei bis Staßfurt gefahren. Es war wirklich schön, mal weg von der Autobahn und einfach so durch die Landschaft zu fahren. Allerdings, als ich kurz hinter der ehemaligen deutsch/deutschen Grenze eine kurze Gassipause mit Gina einlegte, weigerte Paula sich – sicherlich angesichts der vor uns liegenden Betonpiste – weiterzufahren. Da standen wir nun irgendwo im Nirgendwo und überlegten, ADAC rufen oder nicht. Ein netter Autofahrer stoppte und fragte, ob er helfen kann. Aber er wusste – wie ich selber auch – nicht einmal, wo der Anlasser sitzt. Inzwischen weiß ich aber – Danke an die J5unterwegs Facebookgruppe – , dass es eine Krankheit dieses Wohnmobiltyps ist………. einfach 20 bis 30 Minuten stehenbleiben und „schwupps“, springt sie wieder an. Irgendwann muss aber wohl demnächst mal ein neuer Anlasser her.

 

Staßfurt

Irgendwann nachmittags erreichten wir dann den Stellplatz in Staßfurt – eigentlich hätte ich mir lieber einen schönen Freistehplatz gesucht, aber ich hatte einfach keine Lust mehr, zu fahren.

Der – bei Promobil als offizieller Stellplatz ausgewiesene – Platz in Staßfurt war ein riesiger Parkplatz. Am Rand war eine Skaterbahn, eine Spielhölle und eine Dönerbude. Irgendwie nicht so das Pralle, aber naja – für eine Nacht. Irgendwann tauchte noch ein zweites Wohnmobil auf und stellte sich nicht einmal in Kuschelnähe. Allerdings stellte ich dann später fest, dass es auch anscheinend ein beliebter LKW-Übernachtungsplatz war und ich war umzingelt von LKW. Das Schöne war, dass der Platz direkt an der Bode war und man schön mit dem Hund gehen konnte. Vom Ort habe ich leider nicht ganz viel gesehen, weil – ihr wisst ja, mein Fuß – und außerdem fing es irgendwann an zu regnen.

Leipzig

Dann wollte ich auf einen kurzen Zwischenstopp nach Leipzig – aber diesmal über die Autobahn. Tja, leichter gesagt als getan…die Autobahnauffahrt war gesperrt, natürlich erst direkt vor Ort ausgeschildert. Mein Navi wollte mich aber immer wieder dorthin schicken. Ich wollte aber nicht, also fuhr ich nach Gefühl. Klappte auch ganz gut und irgendwann war ich dann wieder an einer Autobahnauffahrt und man glaubt es nicht, auch die war gesperrt. Insgesamt bin ich dann wahrscheinlich einen riesigen Umweg gefahren, aber zum Schluss war ich dann endlich auf der A14. Kurz hinter Leipzig machte ich dann Rast am Moritzsee und traf mich mit Stefka, die ich bisher auch nur als Freundin einer Freundin und von Facebook kannte. Es war richtig schön, bei Mistwetter in Paula Kaffee zu trinken, festzustellen, dass man noch mehr gemeinsame Bekannte hat und einfach schön zu quatschen.

Bad Schandau

Mein Ziel für den Tag war Bad Schandau kurz vor der tschechischen Grenze, wo ich am frühen Abend ankam. Lt. einer Freundin sollte da ein ganz toller Stellplatz direkt an der Elbe sein…. aber alles, was ich fand, waren Parkplätze mit Schildern „Wohnmobile verboten“. Es sah aber wirklich wie ein total netter Ort aus und ich hoffte, ich könnte noch ein wenig bummeln gehen. Aber da war ja das Stellplatzproblem – und mit Hänger hinter kann man sich ja nunmal nicht einfach so leicht irgendwo hinstellen. Zum Schluss frage ich einen Busfahrer und der erklärte mir in schönstem Sächsisch , wo ich einen schönen Platz finden könnte. Ich hatte kaum ein Wort verstanden, aber bei der Pizzeria links und Straßenbahn hatte ich dann doch herausgehört. Ich fuhr den Weg, 3 Kilometer bergauf – damit hatte sich der Stadtbummel dann erledigt – und fand dann schließlich den Platz Ostrauer Mühle ….. ein kleiner Campingplatz ohne Mobilfunknetz und Internet (angeblich zwar WLAN vorhanden, aber ein Einloggen war unmöglich)….. aber ok zum Schlafen war es allemal. Also einen ruhigen Abend mit kleinem Spaziergang und anschließendem Glas Rotwein verbracht, bisschen gelesen und richtig schön ausgeschlafen. 

Diesen – wohl leider „ausgesetzten“ LT entdeckten wir beim Spazierengehen.

LTimWald

 

Am nächsten Morgen ging es dann endlich nach Tschechien……….aber dazu mehr in den nächsten Tagen 😀

 

3 Kommentare

  1. Ich freu mich schon drauf noch mehr von Dir und Deiner Reise zu lesen. Leider darf ich, wegen meiner Beine, nicht mehr hinters Steuer, sonst würde ich auch den ganzen Sommer auf Achse sein. Ich liebe es mit unserem Kuno unterwegs zu sein.
    Liebe Grüße und gute Fahrt wünscht Dir, das Mim 🙂

    • Liebe (s) Mim 😉 ,
      freue mich, wenn Du ein bisschen Spaß an meinen Berichten hast. Tut mir aber wirklich leid, dass Du selber nicht so kannst wie Du willst. Wünsche Dir alles, alles Gute.
      Liebe Grüße
      Ute

  2. Pingback: Tschechien - erste Eindrücke -

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