Hallo Heile Welt!

Hallo Heile Welt!2

Sag doch mal: Gibt es dich überhaupt? Gib mir doch bitte mal einen ganz kleinen Tipp, wie ich dich finden kann? Hat dich schon jemand gefunden oder sitzt du ganz allein da und wartest und wartest und wartest? Braucht dich überhaupt jemand oder bist du nur ein Hirngespinst?

Ich bin heute ein wenig melancholisch und nehme Dich jetzt ganz einfach mit auf meine Gedankenreise. Natürlich musst Du nicht bis zum Ende mitkommen – aussteigen darfst Du jederzeit – , aber ich zumindest bin selber neugierig, wo diese Reise hinführt. Du auch?

Vielleicht sind meine Gedanken viel zu persönlich, um sie im Blog hier zu schreiben. Egal, ich möchte sie rauslassen. Gestern hatte ich noch das Gefühl, in einer Sackgasse zu stecken. Es ging mir nicht schlecht, dafür lebe ich zu sehr im „Jetzt“. Und dennoch – ich möchte auch einen Weg vor mir haben. Aber wenn man überhaupt nicht weiß, in welche Richtung – ob rechts, ob links oder doch lieber geradeaus – man gehen soll, ist es eine sehr unbefriedigende Ausgangsposition. Ich nahm also meinen ganzen Mut zusammen und ging geradeaus. Es ist nicht einfach, den geraden Weg zu wählen, aber wenn man erst mal ein kleines Stück gegangen ist, wandelt man weiter wie im Schlaf. Dann bleibt man stehen und es fühlt sich einfach gut an. Wie ich mich kenne, geh ich dann sowieso irgendwann wieder eine Abkürzung, die sich dann auch gut als Umweg enttarnen könnte. Das gehört bei mir einfach dazu.

Ich weiß, dass der Weg nicht einfach wird. Aber wenn ich ihn nicht endlich gehe, dann werde ich es nie wissen.

Aber zurück zur heilen Welt – vor ein paar Tagen wurde mir gesagt, ich solle doch wieder in meine heile kleine Welt gehen. Das ist so ein Satz, der mehr Widersprüche als alles andere beinhaltet. Wieder – geht schon mal nicht, war noch nie drin. Heil – gibt es nicht und finde ich auch nicht so erstrebenswert. Klein – ein „No go“ ; ich lebe nach dem Motto „think big“. Welt – JAAAAAAAAAAA, ich gehe in die Welt; also das einzige Wort in dem Satz, dass kein Widerspruch ist.

Nun habe ich also meine Freiheit (zumindest ein bisschen) wieder. Was mache ich nun mit dieser Freiheit? Mein – momentanes – Ziel ist ja, in meinem Wohnmobil zu leben und durch die Weltgeschichte zu fahren. Solange ich kann, möchte ich mein Geld weiterhin auf Mittelaltermärkten verdienen und die restliche Zeit reisen, reisen, reisen. Ich möchte den Schmetterlingen beim Fliegen zuschauen, die auf- und untergehende Sonne bewundern, bei Vollmond draußen sitzen und bei der Fahrt neugierig sein, was sich hinter der nächsten Bergkuppel verbirgt. Ich kann es kaum abwarten und gleichzeitig habe ich Angst. Angst ist normal? Ja, was macht mir überhaupt wirklich Angst? Das Unbekannte? Ok, ein bisschen vielleicht, aber die Neugier überwiegt. Die Unsicherheit? Ja sicher, aber ich habe doch noch nie wirkliche Sicherheit gehabt. Das Alleinsein? Auch, aber ich habe ja schon in den letzten Jahren festgestellt, dass ich gut allein sein kann – und außerdem habe ich immer noch einige wenige Freunde, die immer für mich da sind.

Also, es geht los. Ich bin gespannt auf mein „neues“ Leben. Du auch? Dann folg mir einfach weiterhin auf meinem Blog und ich würde mich echt freuen, ein paar Kommentare von Dir – darf auch ruhig Kritik sein oder auch Ratschläge – zu lesen.

6 Kommentare

  1. Hallo,

    oh das wird sicher eine spannende Reise des Lebens für dich. Schön das du uns mit nimmst und teilhaben lässt. Jetzt bin ich auch gespannt darauf 😉
    lg Tanja

  2. Liebe Ute,
    ein sehr schöner und nachdenklich stimmender Beitrag. Dieser Satz kommt bestimmt aus einer sehr „unheilen“ Welt, der Dich da so getroffen hat. Ich denke gerade darüber nach, ob es die „heile“ Welt wirklich nicht gibt, und bin zu dem Schluss gekommen, dass sie existiert, aber nicht im „Aussen“, sondern in Dir und in mir, also innen…
    Ich wünsche Dir eine erlebnisreiche und spannende „Lebensreise“ und freue mich, dass Du mich/uns dabei ein Stück mit nimmst 😉
    LIebe Grüße
    Hans-Jürgen

    • Hallo Hans-Jürgen,
      danke für Deinen Kommentar. Du hast es sehr schön ausgedrückt mit der heilen Welt im Innern. Ich bin sehr froh, Dich zu „kennen“ und denke, Du und Dein Blog werden mich auf meinem Weg sicherlich unterstützen.
      Liebe Grüße
      Ute

  3. Hallo Ute,
    gerade wollte ich schreiben: Die heile Welt findest du nur in Dir.“, da hatte es Hans-Jürgen schon geschrieben. Geh also nicht geradeaus, nicht im Kreis, rückwärts oder sonstwie, geh in dich. Wenn du in dir angekommen bist, ist die Welt überall heil, egal, wie wild sie außern tobt. Du hast dann mehr Kraft und Zuversicht und fühlst dich gut.
    LG von Anne und viel Glück beim Ankommen.

    • Liebe Anne,
      vielen Dank für Deine lieben Worte. Ich weiß ja, dass Du Recht hast und ich bin ja auch schon fast angekommen. Ich mag mich doch und die heile Welt in mir 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Ute

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