Heinz – vom Transporter zum Camper

Wie ich ja schon in meinem letzten Beitrag angekündigt haben, haben wir Heinz inzwischen – fast – zum Camper ausgebaut.

Der Plan

Wir haben hin und her überlegt, wie man den Ausbau am besten gestaltet. Wir hatten eine Fläche von 3,50m Länge, 1,78 m Breite und eine Höhe von ungefähr 1,90 m zur Verfügung. Wobei die Innenwände auf dem ersten Stück leicht nach außen gehen um dann wieder nach oben schmaler auszulaufen. Wir haben also erstmal nur die Maße vom Bett festgelegt und dann einfach drauflos gebaut.

Die größte Schwierigkeit: Ausbau auf dem Campingplatz

Es ist gar nicht so einfach, in der Hauptsaison auf einem Campingplatz einen Camper zu bauen. Wir konnten ja nicht ständig Krach machen und eine Halle gab es selbstverständlich auch nicht. Alles musste draußen zwischen den ganzen Urlaubern stattfinden; und davon gab es reichlich. Wir haben immer versucht, die krachmachenden Arbeiten wie Sägen etc. dann zu machen, wenn alle am Strand waren. Oft genug haben wir uns auch für unseren Krach entschuldigt.

Ohne Halle oder Werkstatt war es natürlich überhaupt schon schwierig und es musste um Heinz rum natürlich auch noch immer einigermaßen aufgeräumt aussehen.

Außerdem war es gar nicht so einfach, hier in Kroatien an das ganze Material zu kommen. DHL, DPD, GLS usw. haben echt gut an uns verdient, da wir die meisten Sachen aus Deutschland kommen lassen mussten.

Aber egal, wir haben unser Bestes gegeben und Heinz ist nun tatsächlich fast ein Camper. Er ist nicht instagrammfähig *grins* und nicht mal besonders professionell geworden, aber uns gefällt es und wir können drin wohnen, schlafen und kochen und ein Klo haben wir auch ;-). Einige schwierige Arbeiten wie Einbau der Fenster und die Standheizung (Dinge, die eigentlich zu Beginn gemacht werden) haben wir uns für den Schluss aufgehoben. Vielleicht finden wir unterwegs einen Platz oder sogar jemanden, der uns helfen kann.

Am besten schaut ihr euch das Ganze in meiner kleinen Bildergeschichte an:

Unser Ausbau in Bildern:

Das erste Paket bzw. die ersten 4 Pakete mit Armaflex XG 19mm sind angekommen und wir können mit dem Ausbau starten.
Erstmal die alte Verkleidung abgebaut.
Dann ist putzen angesagt. Irgendwer hatte sich richtig schön mit Hohlraumkonservierung ausgetobt und Armaflex hätte da wohl kaum drauf gehalten.
Bevor ich mit Putzen fertig war, konnte ich natürlich nicht abwarten und habe wenigstens schon mal das erste Stück Armaflex verklebt. Das Zeug klebt nicht nur wunderbar an den Flächen, sondern auch wunderbar an mir 😉 .
So langsam arbeite ich mich Stück vor Stück voran. Die großen Flächen lassen sich recht gut kleben, aber bei den Kleinen bin ich oft genug dran, meine Geduld zu verlieren. Eigentlich würde ich die Arbeit ja gern an Stefan abgeben, aber er meint, es wäre meine Aufgabe. Naja, kann ich wenigstens anschließend nicht meckern.
Auch die zweite Seite wird so langsam.
Auf das Armaflex kamen dann wieder die ursprünglichen Verkleidungen.
Da waren sie endlich: die Pakete von Obelink. Sämtliches Campingmaterial wie Hubtisch, Waschbecken, Kocher und jede Menge Kleinzeugs hatten wir bei Obelink bestellt. Die Preise waren recht gut und vor allem kostete es nur einmal Porto unabhängig von der Menge.
Die Wände sind schonmal grob vorgestrichen und nun fing Stefan mit dem Bettenbau an. Da der Daily recht schmal ist, haben wir uns entschieden, Längsbetten zu bauen. Damit nicht eine Sitzgelegenheit noch zusätzlich Platz weg nimmt, werden wir eine Sitzecke bauen, die dann zum Bett umgebaut wird. Um außerdem noch Stauraum zu haben, soll das Ganze hochgesetzt werden.
Der erste Schritt ist getan. Bei den Möbeln haben wir auf Fertigware von Jysk zurückgegriffen. Der Selbstbau wäre unter den gegebenen Voraussetzungen doch sehr schwierig geworden.
Stefan bastelt.
Auch ich kann mit Säge, Bohrmaschine und Akkuschrauber umgehen. Habe ich schonmal erwähnt (ja, hier z.B.), dass ich Baumärkte mehr liebe als Schuhgeschäfte?
Stück für Stück.
Nebenbei habe ich dann unseren zukünftigen Küchenschrank zusammengebaut. Ich muss echt mal erwähnen, dass Jysk eine wirklich gute Qualität hat und der Zusammenbau wesentlich einfacher geht als bei den Ikea-Schränken. (Das ist übrigens keine bezahlte Werbung, sondern einfach meine Meinung 😉 ).
Immer wieder wird probiert, ob denn auch unsere Kisten passen.
Dort oben, wo kein Armaflex ist, soll übrigens unsere Dachluke rein.
So langsam wird es ein Bett. Das ganze Zeugs, was drin rumliegt, brauchen wir übrigens, weil wir Heinz auch die ganze Zeit zum Arbeiten brauchen.
Nun sieht man schonmal, dass es Betten werden und der Zwischenboden liegt auch.
Passt, wackelt und hat Luft – also unsere Kisten passen auch hier.
Und noch ein Schränkchen, welches dann auch für die Liegewiese verwendet werden kann.
Den Tisch haben wir dann mal eben probeweise reingestellt.
Pepe findet seinen Platz auch gut.
Das war eine meine Prioritäten: Der Blick nach draußen. Da träume ich dann schonmal, wie ich später aufs Meer schaue und dem Meeresrauschen lausche.
Hier fangen wir mit der Küche an. Ursprünglich sollte sie auf die Seite der Schiebetür, aber an der Stirnseite passt sie doch besser hin.
Lene weiß noch nicht so recht, was sie von allem halten soll.
Langsam nimmt die Küche Formen an. Und einen Ausguck ins Fahrerhaus haben wir auch.
Da wir hier in Kroatien keine schraubbaren Drückknöpfe finden konnten, mussten die Ikea-Kindersicherungen herhalten.
Jedes freie Stück Wand wird für Staumöglichkeiten genutzt.
Ich habe eine Nacht in Heinz geschlafen und festgestellt, dass man auf den einfachen Schaumstoffpolstern, die wir noch hatten und als Matratzen nehmen wollten, außer für Rückenschmerzen und wenig Schlaf nicht besonders geeignet sind. Also mussten neue Matratzen her, die nun superbequem sind. Allerdings ist nun der Tisch zu niedrig und muss nochmal geändert werden.
Das Regal (noch nicht fertig) wird unsere Kühlbox beherbergen und bietet zusätzlich Platz für kleine Körbe und den Fernseher.
Hier herrscht noch das Chaos.
Unser Wohnzimmer. Der Tisch ist nun höher und wurde abgerundet, da sich die Ecken als prima für Abschürfungen erwiesen.

Kleine Probleme gibt es immer wieder

Wir hatten eigentlich vor, unsere Stromversorgung erstmal ganz einfach durch die bereits vorhandene Travelbox 500 und unserer Solarplatte oder mit Landstrom zu betreiben um dann irgendwann mal eine vernünftige Anlage zu bauen.

Aber………. die Travelbox meinte, sie mag das nicht und lädt einfach nicht mehr. Es ist zwar noch Garantie drauf, aber Ersatz auf die Schnelle ist eher unmöglich.

Also neue Lösung: Wir haben noch schnell eine Lithium-Batterie, einen Victron-Solarregler und einen Wechselrichter bestellt. Das hat wieder ein ganz schönes Loch in unsere Reisekasse gerissen, aber so ganz ohne Strom geht ja nun gar nicht.

Arbeit geht vor

Bevor wir nun in den Endspurt starten und alles, was aus Willi raus und mit muss, umräumen, haben wir natürlich auch noch unsere Arbeit hier zu beenden.

Noch haben wir ein paar Gäste hier; aber sobald die abgereist sind, müssen die Zelte bzw. alles, was drin ist, eingepackt und winterfest gemacht werden. Das ist noch ordentlich Arbeit. Aber sobald das erledigt ist, fängt unser neues Abenteuer an.

Griechenland, wir kommen

Ich freue mich schon wahnsinnig auf unsere Reise über Dalmatien, Montenegro und Albanien nach Griechenland. Mal schauen, wann wir Griechenland erreichen. Alles ist natürlich auch ein bisschen wetterabhängig, aber ansonsten haben wir ja alle Zeit der Welt.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

16 Kommentare

  1. Das ist ein sehr schöner Heinz geworden. Sieht richtig gemütlich aus. Bin schon sehr auf eure Reiseberichte gespannt.

    • Hallo Marion,
      danke :-* . Ich kann es auch kaum erwarten, bis es endlich losgeht. Ich hoffe, wir sehen uns trotzdem irgendwann mal wieder.
      Ganz liebe Grüße – auch an Gerd natürlich
      Ute und Stefan

  2. Hallo Ute &Stefan
    Ich wünsche euch eine gute Reise mit vielen Erfahrungen und Erlebnisse. Wir planen ab Mitte Oktober fast die gleiche Reise durch den Balkan bis zum Peloponnes . Also man sieht sich vielleicht irgendwo unterwegs. 🙂👋👋

    • Hallo Serge,
      danke für die Wünsche. Wir wünschen euch das Gleiche :-D. Es würde uns sehr freuen, wenn man sich unterwegs sieht. Also wenn ihr Heinz seht, sprecht uns einfach an.
      Liebe Grüße
      Ute und Stefan

  3. Alles supi gemacht ..kann mann bestimmt mit leben…Marc baut in Kürze auch noch mal um hat auch andere neue bessere Ideen.
    Unsere Wohnung ist soweit fertig unsere .Möbel auch verändert Ich Schicke Fotos auf Waths….kusje von uns…❤😘😘

  4. Hallo Ute,hallo Stefan,
    Heinz sieht ja schon super aus – richtig gemütlich!
    Meine Elektrik im Caddy funktioniert seit letzter Woche auch wie erträumt – ich bin richtig euphorisch!!!
    Nächste Woche werde ich dann weiterbauen und freue mich riesig. Jetzt kommt die Kür nach der Pflicht.
    Allerdings muß ich noch viel Geduld aufbringen bis ich im Dezember los kann aber dann sehen wir uns sicher!!!
    Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit und gute Fahrt
    Liebe Grüße von Simone und Valentina Hoppelmoppel ❤❤❤

    • Hallo Simone,
      schön, von Dir zu hören. Klingt ja toll mit deinem Caddy. Dann beeil dich, damit wir uns in Griechenland sehen.
      Ganz liebe Grüße
      Ute und Stefan

  5. Respekt, ich beneide euch

  6. Fidi Gantner-Huberti

    Mann, ihr seid ja echt fleissig gewesen! Das schaut total gemütlich aus. Hut ab👍ich wünsche euch eine tolle Zeit auf eurer Reise und allzeit gute Fahrt! Ganz liebe Grüße aus Oberbayern von Fidi, Rupi, Leo und Jacky❤️❤️❤️

  7. Klasse geworden… Sehr gemütlich und alles drin, was man so braucht. Gefällt mir sehr gut.

  8. das habt ihr Klasse gemacht…. super! Hoffe, das wir uns dann auch irgendwie, irgendwo, irgendwann treffen werden…. das Team Bonny mobil freut sich sehr für euch!

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